Brauerei
Der Brauprozess

"Bierbrauen ist so einfach wie Brot backen!", so der Braumeister, doch sein Augenzwinkern verrät, dass mehr dahintersteckt.

Die Zutaten sind klar - dieses ist das Rezept: für den eigentlichen Brauprozeß benötigt man Malz. Es entsteht aus zweizeiliger  nickender Sommergerste durch Einweichen in Wasser, Keimen und Darren in der Mälzerei.

Jetzt wird´s heiß !

Für das Maischen wird das Braumalz in der Malzmühle geschrotet, mit frischem Wasser vermischt und dann erhitzt.
Durch die Erhitzung der Maische wird die Malzstärke in Maltose und Gärstoffe umgewandelt, die unauflöslichen Bestandteile, Treber genannt werden abgesondert.
Was bleibt ist die Würze, ein herrlich köstliches Säftchen ohne Alkohol. Sie gelangt nun in die Würzepfanne, um dort unter Zugabe von Hopfen gesiedet zu werden.
Auch der Treber geht seinen Weg - und zwar zum Bäcker, der das köstliche Treberbrot mit allen Bestandteilen des Gerstenkornes backt.
Da sich unsere Sudpfannen im Gastraum befinden, haben Sie hier Gelegenheit, Ihr Bier nicht nur zu genießen, sondern dabei auch zuzusehen, wie es hergestellt wird.

Jetzt wird´s kalt !

Innerhalb einer Stunde wird der Sud mittels eines Plattenkühlers mit exakt eingradigem Eiswasser auf ca. 8 Grad C abgekühlt - die Hauptgärung in den offenen Bottichen des Gärkellers kann durch Zugabe von Bierhefe beginnen.
Innerhalb von 6 bis 7 Tagen wird der größte Teil des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlensäure abgebaut.

Jetzt dauert es !

Das Jungbier reift jetzt bei uns drei bis vier Wochen. Bei einer Tanktemperatur von 1 Grad C entfaltet es in unseren Reifetanks im Keller ganz in Ruhe seinen vollen Geschmack.

Jetzt schmeckt es !

Das Oberstdorfer Dampfbier wird vor dem Abfüllen nicht filtriert, so bleiben alle Inhaltsstoffe und Vitamine erhalten.

Deshalb unser Motto: 

"Mit Kunst gebraut, lange gereift und dann frisch gezapft !"

Zum Schluß noch eine kleine, aber wichtige Anmerkung: 
Der Braumeister legt Wert darauf, dass das Oberstdorfer Dampfbier vollkommen ohne die Unterstützung industrieller Fertigungstechniken auskommt. Der Brauprozeß wird einzig und allein durch das große Wissen, das Gefühl, und die langjährige Erfahrung des Brauers gesteuert. In alter Tradition und Handwerkskunst brauen wir unser naturtrübes Oberstdorfer Dampfbier nach dem Bayrischen Reinheitsgebot von 1516.

Besichtigung

Montags findet regelmäßig eine Brauereibesichtigung (ab 10 Personen) statt. Gruppen bitte nach Absprache.
Unser Motto: 

"Mit Kunst gebraut, lange gereift und dann frisch gezapft !"


Sonntag, den 1. August 2010